Rockingham - Dwellingup - Busselton

Nach Rockingham fuhr ich wegen der Penguin Island im Shoalwater Marine Park. Eine Insel auf welcher sich Kolonien von Pinguinen, Pelikanen und Millionen von Möwen befinden. Und angeblich soll es auch Delphine und Seelöwen haben. Da aber ein Grossteil der Insel für uns Touristen nicht zugänglich ist, habe ich weder Pinguine noch Delphine gesehen (die einzige Möglichkeit, Pinguine zu sehen ist bei der Fütterung in einem Showroom, darauf konnte ich jedoch gut verzichten). Dafür wurde ich von einer Möwenmutter attackiert. Ist aber auch ein blödes Vieh, das Nest mit den Jungen direkt am Fussweg anzulegen. Wenigstens Pelikane konnte man aus einiger Distanz sehen.
Auch hier bei Rockingham dasselbe Bild: Kilometerlange Strände und kaum Menschen. Einfach herrlich! Bin noch Schnorcheln gegangen. Ein bisschen weit raus, fand es noch interessant bis zu dem Moment als mich irgendwas grosses schlangenähnliches aus dem Seegras anguckte. Da ich absolut nicht mit der Tierwelt dort vertraut bin hab ich mich vorsichtshalber für Rückzug entschieden.

Anschliessend ging es ein wenig landeinwärts, nach Dwellingup mit seinen ca. 550 Einwohnern. Von dort aus ging ich direkt weiter ins Lane Poole Reserve, ein Waldreservat durch welches der Fluss Murray fliesst und an welchem zahlreiche Campingplätze liegen. Die nette Dame vom Visitors Centre in Dwellingup sagte mir zwar dass es auf jedem Campingplatz jeweils Menschen habe und die Ranger regelmässig patrouillieren, die nächsten 2 Tage sah ich jedoch keine Seele. Lediglich ich, der Van, unzählige Vögel, Echsen und Geräusche aus den Büschen. Und auf der Rückfahrt ein Känguruh das hundsverreckt vor meinem Van durchhopsen musste. Nix passiert, es war schnell, ich fuhr eh langsam und bremste dann noch voll ab. Dafür war der Puls für ein paar Minuten am oberen Limit.
Wer also Natur pur ungeteilt geniessen will, kann dies hier mit ein wenig Glück tun.

Anschliessend ging es nach Busselton. Dort wollte ich Tauchen gehen, aber der Van machte wieder mal Probleme. Auch hier, Strand soweit das Auge reicht und der 2 Km lange Landungssteg ist einer der längsten der Welt. Wie schon einige Male, hatte ich auch hier Pech und der Steg war wegen Renovation geschlossen. Auf dem Campingplatz parkierte ich den Van unter Bäumen, welche sich als Behausung von Possums herausstellten. Tagsdurch schliefen sie und sobald es dunkel war kamen sie raus und wusselten die Nacht durch auf den Bäumen rum. Den Ruf den sie abgeben muss man einfach gehört haben, unbeschreiblich. Klingt wie ein Geräusch aus einem Sci-Fi Film oder einem alten Computer-Game.

Pics hier